#Challenge100 - Fazit Woche 2 & Wiegetag

Die zweite Challengwoche ist um. Sie verlief etwas besser und schneller als die erste Woche, war aber nicht mit weniger Prüfungen gefüllt.


Die Woche


Eigtl. sollte das Fazit schon gestern geschrieben und veröffentlicht sein. Aber ich habe es nicht geschafft. Es ging mir gestern (Sonntag) ziemlich schlecht und auch heute geht es mir nicht wirklich gut. Ich habe auch heute keine Lust und kein Engagement zu Schreiben. Aber wenn ich es schleifen lasse, gebe ich keine 100 % mehr und damit wäre die Challenge100 für mich beendet. Und das will ich auf keinen Fall.


Nunja, die Woche ist wirklich gut verlaufen. Am Dienstag hatte ich mit meinem alten Herrn zusammen Geburtstag. Ich habe Kuchen gebacken, Salsa gekocht, Knoblauchbutter zubereitet, Kartoffelsalat gemacht und nachmittags stand ich am Grill. Alles ohne zu Essen. Auch am Mittwoch als Restegrillen war, blieb ich standhaft. Ich war megastolz. So ging die Woche aber nicht zu Ende.


Der Super-GAU


Am Samstag hat meine Familie sich vom Griechen Essen liefern lassen. Wer meine Familie kennt ... sie bestellen immer viel viel zu viel :rolleyes: So auch diesmal. Abends war es dann so weit. Als alle im Bett waren, schlich ich in die Küche und probierte ein kleines Stück Fleisch. Dabei blieb es, für eine Stunde. Letztlich habe ich mich komplett über die Reste hergemacht und völlig die Kontrolle verloren. Das war es dann mit meinem dreiwöchigen Fasten. Unkontrollierter Abbruch nach 319 Fastenstunden (am 13. Tag), fast 12 Stunden schwere Magenschmerzen. Gestern bin ich komplett desillusioniert gewesen. Habe versucht, alle Gedanken dazu abzuschalten, mochte nicht Reden, mochte nicht schreiben und habe Fischstäbchen gegessen. In solchen Zeiten ertrage ich einzig meine Tochter um mich rum. Als der Tag um war, Tochterkind zu Bett war, fing ich an. mir Gedanken zu machen wie ich jetzt mit der Situation umgehe und wie es weiter geht.


Wie geht es weiter


Ich überlegte mir drei Szenarien die möglich wären.


  1. Kompletter Abbruch der Challenge100 und zurück zum Alltag
  2. Unbeirrt weiter machen
  3. Mit neuem, anderen Plan weiter machen

Punkt 1 war am verlockendsten weil am einfachsten. Aber es machen noch Andere mit mir die Challenge100. Was soll ich denen sagen ? Ich kann sie ja nicht mal mehr motivieren. Was ist Motivation wert von jemandem, der es selbst nicht auf die Latte bekommt ? Also Punkt 1 verworfen.


Ich habe mich für eine Mischung aus 2 & 3 entschieden. Bedeutet, nach der Fastenzeit bleibt alles Geplante so wie gehabt. Mit der Fastensituation musste ich aber arbeiten. Letztlich kann ich jetzt nicht von vorne anfangen und noch mal 3 Fastenwochen planen. Das wäre zwar durchaus machbar, aber 5 Fastenwochen insgesamt sind mir noch ne Hausnummer zu hoch. Also werde ich jetzt erstmal diese Woche noch Fasten und habe dann quasi drei Fastenwochen rum mit zwei Tagen Unterbrechung. Und so werde ich dann weiter verfahren. Am nächsten Sonntag entscheide ich, ob ich noch eine Fastenwoche dran hänge oder nicht. Das werde ich davon abhängig machen wie diese Woche läuft und wie das Körpergefühl am nächsten Sonntag ist. Also quäle ich mich mal wieder durch den Fasteneinstieg, weil ich durch das Essen komplett aus dem Fastenstoffwechsel geflogen bin.


Bewegung


Bewegungsmäßig ist die vergangene Woche gar nicht gewesen. Der Rücken macht einfach nicht mit im Moment, und zum Ende der Woche meldeten sich auch mal wieder meine Hüftschmerzen. Ihr merkt, einen Tick zu viel gemacht und die Belohnung kommt in Form von Schmerzen die mich dann wieder Tage / Wochen zur Inaktivität zwingen. Der Plan ist erstmal ganz vorsichtig zu sein.

Wiegetag


Ohmann, und nach dem was da am Samstag passiert war auch noch auf die Waage. Hmmm, so ein Bisschen Fleisch etc. kann ja so viel nicht ausmachen denkt ihr ? Oh doch. In den 13 Fastentagen ist der Verdauungstrakt komplett leer. Er stellt auch weder Verdauungssäfte her noch geht irgendwas Anderes vor in dieser Zeit. Er ruht komplett. Kommt dann Essen, wird sofort angefangen wieder zu produzieren. Es wird Wasser gespeichert, Verdauungssäfte und das was später unten dann wieder raus kommt. Dazu kommt, dass ich durch die Hitze wieder vermehrt Wasser einlagere. Das kann bei mir so in die Extremen gehen, dass das schon mal Unterschiede bis zu 10 kg ausmacht. Zudem habe ich durch das Fleisch essen am Samstag tierischen Durst gehabt und mehr getrunken als ich dürfte. Hat sich auch nicht wirklich positiv auf das eingelagerte Wasser ausgewirkt.


Trotzdem habe ich mich auf die Waage gestellt. Das Ergebnis war nicht positiv, aber lange nicht so negativ wie ich befürchtete. Also irgendwie doch positiv. Neues Gewicht war 198,9 kg. Also plus 1,6 kg im Vergleich zur Vorwoche.


Fazit


Ich war stark am Wackeln Samstag und Sonntag und schwer in der Krise.Und ich musste wirklich kämpfen, um den negativen Gedanken nicht nachzugeben. Aber die Tatsache, dass ich diesen Text hier schreibe und meine Karten offen auf den Tisch lege zeigt mir, dass ich wohl das für mich Gefährlichste überstanden habe. Nun heißt es Arsch hoch und weiter im Plan. Ich sehe die Challenge100 für mich nicht als gescheitert an. Denn 100 Tage 100 % zu geben bedeutet nicht, 100 Tage fehlerfrei zu sein sondern eben 100 % zu geben. Und wenn man alles gegeben hat und trotzdem ne kleine Bauchlandung macht, hat man sich nichts vorzuwerfen. Erst wenn diese Bauchlandungen die Regel werden.


Also bin ich froh, meinen Tiefpunkt hinter mir zu haben und gehe meinen Weg jetzt weiter. Denn oberstes Gebot ist: "Aufgeben ist keine Option"


"Kaptains Mode" auf on. Der "Beast Mode" ist ein Schiss dagegen^^


Und nun auf in die dritte Woche :headbanger:



Einen genauen Überblick kann man hier finden und meine Gedanken, Erlebnisse, Prüfungen etc. findet man hier im Challenge-Archiv.

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